Zeiten für Mitarbeiter zum Einreichen von Verbesserungsvorschlägen

Setzt man sich mit dem Ideenmanagement im Unternehmen auseinander ist es nachvollziehbar, dass erst einmal Ideen vorliegen müssen die bearbeitet und dann hoffentlich auch umgesetzt werden können. Bereits hier kann es aber schon zu ersten Sorgen der Führungskräfte kommen, denn das Ausfüllen des Formulars für Verbesserungsvorschläge kann zulasten der Produktivität gehen.
Zeiten für Mitarbeiter zum Einreichen von VerbesserungsvorschlägenSo muss sich der Mitarbeiter aus dem Arbeitsbereich zurückziehen um dem Vorschlag zu verfassen. Damit aber trotzdem das Tagesziel der Abteilung erreicht wird, müssen die übrigen Mitarbeiter den Ausfall in Form von Mehrarbeit ausgleichen. Hier kommt also schon die Frage auf gibt man den Mitarbeiter die Zeit zum Ausfüllen des Formulars für Verbesserungsvorschläge oder soll der Mitarbeiter dies in seiner Freizeit machen?

Pro und Contra – Zeiten für Mitarbeiter zum Einreichen von Verbesserungsvorschlägen

Die Antwort dieser Frage ist sicherlich nicht einfach zu beantworten. Denn sie drückt für die Mitarbeiter aus welche Bedeutung das Unternehmen dem Einreichen von Verbesserungsvorschlägen und Ideen beimisst. Gibt ein Unternehmen den Mitarbeitern Zeit für das Formulieren ihrer Ideen, dann drückt dies auch eine Wertschätzung und ein tiefes Interesse an deren Einfällen aus. Zudem kann es passieren, dass wenn Vorschläge zwischen Tür und Angel verfasst werden, das inhaltliche Potential der Idee verloren geht, beziehungsweise der Vorschlag nicht mehr so qualitativ hochwertig ist wie er vielleicht sein könnte.

Daher sollte es das Ziel der Führungskräfte sein die Ideenkultur in der eigenen Abteilung zu fördern, um damit zu zeigen, dass sie hinter dem Ideenmanagement stehen, auch wenn dies heißt kurzfristig auf die Arbeitskraft eines Mitarbeiters zu verzichten. Je nach Größe der Abteilung bietet es sich auch an einmal im Monat ein “Ideen-Treff” einzuberufen. Während dieses Meetings können die Mitarbeiter dann gemeinsam ihre Ideen besprechen, weiter ausarbeiten oder ganz neues Potential entdecken.

Die Führungskraft sollte dabei direkt mit einbezogen werden um die Prozesse zu lenken und auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung hinzuweisen. Langfristig betrachtet brauchen sich die Führungskräfte nicht vor Produktivitätsverlusten fürchten, sondern können sich bei erfolgreich, umgesetzten Vorschlägen über eine Produktivitätssteigerung erfreuen. Also ruhig mal Zeiten für Mitarbeiter zum Einreichen von Verbesserungsvorschlägen zugestehen und auf lange Sicht davon profitieren.
Artikelfoto: Time is ticking out. – Bestimmte Rechte vorbehalten von mao_lini (Flickr)

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